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Der
große Fußballspiele-Test
Kai,
Olli und Jenni haben für Euch diverse Fußballspiele
getestet. Die einzelnen Testbeiträge könnt Ihr in
den Video-Podcasts selbst sehen (DGR01, 02, 03). Hierbei haben
die drei nicht nur gespielt, sondern auch die Qualität,
das Aufbauen der Spiele und die Transportierbarkeit begutachtet.
Um vernünftige Vergleiche ziehen zu können, haben
wir uns ähnliche Spielsysteme vorgenommen, die alle an
dem Spiel-Klassiker Tipp Kick orientiert sind. Bewertet wird
im klassischen Schulnotensystem (1-6).
Die
Gesamtwertung:

Testberichte:
Tipp
Kick
Der
Klassiker! Sein nunmehr 80 Jahren vom Prinzip unverändert
und immer noch spannend. Der Aufbau ist schnell erledigt.
Allerdings hat man schon etwas Probleme mit dem Spielfeld
(in unserem Fall eine Filzmatte mit Gummirücken). Das
ist anfangs noch etwas gewellt. Also erst was warten, bis
sich die Matte glatt gelegen hat. Ist das Spielfeld endlich
eben kann das Spiel losgehen. Die Regeln sind relativ einfach.
Wer am Zuge ist entscheidet der Ball. Er ist halb Schwarz
und halb Weiß. Die Spieler wählen eine der Farben
und je nachdem welche Farbe oben liegt, darf der entsprechende
Spieler sein Glück versuchen. Geschossen wird, indem
man den Knopf auf dem Kopf der Spielfigur (aus Metall) drückt.
Dadurch wird das Spielerbein bewegt. So kann man relativ gefühlvoll
mit dem Ball agieren, wobei etwas Übung von Nöten
ist.
Die bekommt man, wenn man sich einem der vielen Spielervereinigungen
anschließt. So gibt es sogar regelmäßig veranstaltete
Turniere und internationale Turnierregeln!
Was wohl auch das Zusatzangebot an Ersatzspielfiguren und
Zubehörteilen erklärt. Die Auswahl ist gigantisch.
Besonders witzig sind auch Figuren zum selber bemalen (im
Online-Shop). So kann man sich seine eigenen Teams kreieren.
Beim Tipp Kick gibt es verschiedenen Ausführungen der
Spiele. Das macht sich meist in der Größe und Qualität
des Spielfeldes und der Ausstattung der Tore (Plastik oder
richtiges Netz) bemerkbar. Aber auch beim Preis! (von 30-100
Euro) Unser Test-Spiel liegt mit 45 Euro in der mittleren
Preiskategorie. Generell ist Tipp Kick nicht unbedingt eines
der günstigsten Spiele. Gesamtnote:
1,9
www.tipp-kick.de
Playmobil-Fußball
Das Playmobil Fußballstadion hat in der Gesamtwertung
genauso gut wie das von Tipp Kick abgeschnitten. Allerdings
gab es in den einzelnen Kategorien schon Unterschiede. Wenn
man das Spiel kauft, muss man erst einmal einige vorbereitende
Zusammenbauten vornehmen, die man dann beim weiteren Auf-
und Abbau nicht mehr erledigen muss. Beim Erstaufbau sollte
man also gut 30 Minuten Vorbereitungszeit einrechnen. Wer
dabei die einfache und übersichtliche Aufbauanleitung
nutz, ist klar im Vorteil (oder Kai?). Ist das Stadion erst
einmal aufgebaut, macht es einen soliden Eindruck. Vor allem
das Spielfeld ist - obwohl genauso in der Packung aufgerollt
wie beim Tipp Kick - von Anfang an schön glatt. Das wird
durch eine Art Spannsystem im Rahmen des Spielfeldes bewerkstelligt.
Das Spiel funktioniert ähnlich wie beim klassischen Vorbild,
allerdings gibt es zwei klare Unterschiede. Nicht der Ball
entscheidet, wer am Zuge ist, sondern das Spielfeld. Es ist
hell- und dunkelgrün
gestreift, und je nachdem auf welchem Farbstreifen der Ball
liegen bleibt, ist der entsprechende Spieler an der Reihe.
Als geschickter Spieler hat man hier die Möglichkeit
den Ball von einem Farbstreifen zum nächsten zu schlenzen
und so direkt vor das gegnerische Tor zu wandern. Das geht
beim Tipp Kick so nicht. Da ist mehr der Glücksfaktor
gefragt.
Der andere Unterschied liegt bei den Spielfiguren. Die haben
keinen Knopf am Kopf, sondern einen kleinen Hebel hinten am
Schussbein, den man mit dem Zeigefinger schnippen muss. Für
alte Tipp-Kicker etwas gewöhnungsbedürftig, aber
machbar und auch nicht schlecht.
Das Spiel macht ansonsten genauso viel Spaß. Die Verpackung
ist klar größer als die Tipp Kick-Verpackung, hat
aber einen integrierten Griff, so dass man sie als Transportkoffer
nutzen kann. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit ca.
30 Euro wesentlich besser als beim Tipp Kick. Hier bekommt
man auf jeden Fall mehr für sein Geld. Zusätzliche
Spieler (jetzt auch in Nationaltrikots) sind für gut
3 Euro im Handel erhältlich. Gesamtnote:
1,9
www.playmobil.de
Kick
O Mania
Ein
Tipp Kick im Jumboformat, so könnte man es bezeichnen.
Die Dimensionen sind gewaltig! Eine Figur misst ca. 30cm und
das Spielfeld ist 2,5m x 1,5 Meter groß. Da benötigt
man schon ein wenig mehr Platz und kann es entweder auf zwei
zusammengestellten Tapeziertischen spielen, oder muss auf
dem Boden rumkrabbeln. Der Aufbau geht schnell (wenn man die
Tore einmal zusammengesteckt hat, sollte man sie auch zusammen
lassen!), das Spielfeld ist schön glatt und den Torwart
hat man im nu in seiner Halterung angebracht. Die Regeln sind
wie beim Tipp Kick. Ein durchsichtiger Competition-Ball mit
gelb-rotem Würfel im Inneren entscheidet, wer an der
Reihe ist.
Das schöne bei dieser Fußballspielvariante ist,
dass man die Schüsse richtig platzieren und ausführen
kann. Man hat mit den Figuren wesentlich mehr Möglichkeiten.
Der Schussmechanismus ist einfach: Das rechte Spielerbein
wird nach hinten gezogen und rastet dann in verschiedenen
Positionen ein. Je fester man schießen möchte,
umso mehr muss man es natürlich spannen. Ein Knopf auf
dem Rücken der Figur löst dann den Schuss aus. Hierbei
kann man allerdings das Bein in verschiedenen Winkeln positionieren
und den Fuß horizontal und vertikal drehen, so dass
eine Vielzahl von Schussvarianten Möglich ist.
Alles in Allem macht Kick O Mania viel Spaß, etwas Übung
vorausgesetzt. Optisch gesehen ist es schon gigantisch, wenn
sich so ein Fußballfeld im Wohnzimmer erstreckt.
Als
Spielfiguren, kann man sich seine persönlichen Favoriten
ins Team holen, die ihren originalen Vorbildern auch ziemlich
ähnlich sehen. So gibt es eine Vielzahl von Spielern
zur Auswahl, wobei die Wirklichkeit den Spielzeugherstellern
ja manchmal ein Schnippchen schlägt: So gibt es bisher
noch keinen Lehmann bei der Nationalmannschafts-Edition, dafür
aber Kahn und Kuranyi. Die Trikots sind originalgetreu nachempfunden
und dürften selbst den Hardcore-Fan zufrieden stellen.
Einen solchen Detailreichtum gibt es bei Tipp Kick oder Playmobil
natürlich nicht, was natürlich auch an der Größe
der Figuren liegt.
Das große Manko bei Kick O Mania ist zum einen die schlechte
Transportierbarkeit des gesamten Spiels - hierzu müsste
man sich ein große Kunststoffbox kaufen, um Spieler
und Tore zu transportieren und auch das Spielfeld ist als
Rolle schon etwas sperrig! Für Kinder dürfte es
schon wirklich schwierig gestalten, mal eben mit dem Spiel
zum Freund zu gehen.
Ein wenig heftig ist auch der Preis, wenn gleich natürlich
auch ganz andere Materialdimensionen vorhanden sind als bei
den beiden Konkurrenzspielen. Eine Figur kostet 30 Euro, das
Spielfeld ebenfalls und je Tor muss man auch noch mal 15-20
Euro hinblättern. Macht bei einem Komplettsatz ca. 180
Euro!
Die letzten beiden Tatsachen ziehen dann das Gesamtergebnis
ganz schön nach unten. Aber man kann halt nicht alles
haben. Größe hat halt ihren Preis: Gesamtnote
2,6
www.kick-o-mania.de
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